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Lieferprobleme bei Impfstoff +++ Aufklärung Auffrischungsimpfung +++ IPA-Maskenstudie
@ thyssenkrupp steel AG

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aus mehreren Landesverbänden erreicht uns derzeit die Nachricht, dass die Impfstoffliefermenge für Betriebsärzte deutlich zurückgesetzt worden ist. Dies gilt zum Teil auch für Spikevax von Moderna. Aus einem Landesverband wurde uns berichtet, dass Impfstoffmengen für Betriebsärzte bewusst zurückgehalten werden, um mobile Impfteams und Impfzentren zu beliefern. Dieses Vorgehen ist sicherlich absolut kontraproduktiv, um die Impfungen in Betrieben wieder zu beschleunigen.

Gemeinsam mit der BDA setzen wir uns für die Versorgungssicherheit der Betriebsärzte ein und haben diese Information an das Bundesministerium für Gesundheit adressiert.

Darüber hinaus können Sie sich gerne bei der BDA melden, wenn sie von besonders starken Kürzungen (z. B. auf 1 Vial) betroffen sind. Bitte teilen Sie in diesem Fall der BDA auch den Apothekennamen und den Namen des die Apotheke beliefernden Großhändlers mit. Aufgrund der Meldungen zeichnen sich dann Muster ab, die uns helfen, das Problem zusammen mit ABDA und PHAGRO abzustellen. Nachricht an die BDA senden


Auffrischungsimpfung: Aufklärung kann ausschließlich mündlich erfolgen

Gemäß Schreiben der Bundesärztekammer vom 3. Dezember kann insbesondere bei einer Auffrischimpfung gegen COVID-19 die Aufklärung der Patienten ausschließlich mündlich erfolgen, wenn die Impfung durch dieselbe impfende Stelle und mit dem gleichen Impfstoff durchgeführt wird. Der Aufklärungsbogen muss dann nicht ausgehändigt werden; die begleitenden Impfdokumentationen lässt sich so auf ein notwendiges Mindestmaß beschränken. Die mündliche Aufklärung müsse lediglich mit einem kurzen Vermerk in der Patientenakte dokumentiert werden.

Wenn die Aufklärung bei der ersten bzw. zweiten Impfung durch dieselbe Ärztin, denselben Arzt oder dieselbe Einrichtung durchgeführt wurde und die zu impfende Person in der Praxis bekannt sei, könne darauf im Aufklärungsgespräch vor der Auffrischimpfung Bezug genommen werden. 

Die Juristen der BÄK weisen weiterhin darauf hin, dass auch bei Wiederholungsimpfungen stets eine kurze Anamnese durchgeführt wird. So sollte gefragt werden, ob bei den ersten Impfungen Nebenwirkungen bzw. Impfkomplikationen aufgetreten oder in der Zwischenzeit neue Erkrankungen diagnostiziert worden seien, aus denen sich ggf. eine Kontraindikation für die Wiederholungsimpfung ergeben könne. Bei bekannten Vorerkrankungen ist zudem ggf. eine erneute Risiko-Nutzen-Abwägung vor der Wiederholungsimpfung vorzunehmen, bei der insbesondere auch über zwischenzeitlich neu bekannt gewordene Nebenwirkungen bzw. Impfkomplikationen aufzuklären ist. Die Aufklärungsbögen vom Robert Koch-Institut bzw. dem Deutschen Grünen Kreuz bleiben Informationsgrundlage.

Impfende Stellen sollten ihre Patienten beispielsweise bei der Terminvereinbarung oder durch Aushänge darauf hinweisen. Auf eine Aushändigung der Bögen kann laut BÄK bei einer mündlichen Aufklärung verzichtet werden. Eine Aushändigung ist selbstverständlich weiterhin möglich, ebenso wie die Beibehaltung der Formularaufklärung bei Booster-Impfungen.

Tragezeitbegrenzung von Atemschutzmasken
 
Tragezeitbegrenzungen von Atemschutzmasken durch die DGUV 112-190 stellen viele Betriebe – nicht nur im Gesundheitswesen – vor besondere Herausforderungen. Die Regel wurde im Jahre 2012 erarbeitet und war damals für die Anwendung in besonders staubbelasteten sowie anstrengenden Tätigkeiten gedacht.

In der Zwischenzeit ist das Masketragen Allgemeingut geworden – sowohl im ÖPNV, in Betrieben oder bei Veranstaltungen. Daher war es wichtig, dass das Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung Institut der Ruhr-Universität Bochum (IPA) eine eingehende Analyse durchgeführt hat, die jetzt veröffentlicht wurde. Sie kommt zu folgenden ersten Erkenntnissen, die derzeit durch weitere statistische Untersuchungen noch detailliert analysiert werden:

Durch das Maskentragen ergab sich ein leicht verändertes Atemmuster in Form einer verlangsamten Atmung und einer verlängerten Atemzykluszeit. Am deutlichsten zeigte sich dies beim Tragen der FFP2-Maske. Die beschriebenen Veränderungen der Blutgase infolge der subjektiv wie objektiv erschwerten und verlangsamten Atmung werden wahrscheinlich durch die Verlängerung der Austauschzeit der Atemgase in der Lunge bis zu einem gewissen Grad kompensiert. In einzelnen Fällen zeigten sich für pO2 und sO2 Veränderungen bis in den unteren physiologischen Grenzbereich, die sich nach Ende der Belastung im Vergleich zur Vorbelastung normalisierten. Unter den gewählten Bedingungen wurden keine klinisch relevanten Auffälligkeiten beobachtet und alle Teilnehmenden konnten die Studie ohne gesundheitliche Probleme beenden.

Detaillierte Informationen zur Studie finden Sie hier.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Wolfgang Panter
Präsident

VDBW e. V.
Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte e. V.
Berufsverband Deutscher Arbeitsmediziner
Friedrich-Eberle-Str. 4 a
76227 Karlsruhe

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Präsident: Dr. Wolfgang Panter
Vizepräsidentin: Dr. Anette Wahl-Wachendorf


 


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